Kirchspiel Tanna - Schilbach

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Kirche Tanna

 

Geschichte der Tannaer St. Andreas-Kirche

 

Im Jahre 1232 wird Tanna zum ersten Mal urkundlich erwähnt und auch ein Tannaer Pfarrer namens Berthold. Somit wird damals schon eine Kirche existiert haben, die den heiligen Andreas zum Schutzpatron hatte. Eine ältere Wallfahrtskirche gab es vermutlich auf der Anhöhe zwischen Tanna und Schilbach, die heute noch Kapelle genannt wird.

1279 kamen die Tannaer Kirche und ihr Besitz sowie die Tochterkirchen in Zollgrün und Willersdorf unter das Patronat des Deutschen Ritterordens in Plauen und 1290 unter das des Ritterordens in Schleiz. Diese Schenkung wird 1296 durch den Geraer Vogt bestätigt und außerdem bestimmt, dass die Ordensbrüder in Tanna ihren Wohnsitz nehmen sollen. Damit wurde Tanna zu einer selbständigen Komturei des Deutschen Ritterordens erhoben.

1494 erhielt Tanna das Stadtrecht und um diese Zeit wurde mit dem Neubau der Kirche begonnen. Aus dieser Zeit stammen die Mauern des Langhauses mit dem spätgotischen Portal in der Südwand. Der mit einem Stabgewände verzierte Eingang gleicht der südlichen Pforte der Bergkirche zu Schleiz.

Über dem Südeingang der Tannaer Kirche befindet sich ihr ältestes erhaltenes Bildwerk: eine im 15. Jahrhundert entstandene Kreuzigungsgruppe aus Sandstein, die den gekreuzigten Jesus, seine Mutter Maria und Maria von Magdala zeigt.

Den östlichen Teil der Kirche bildet der Chorraum, der ebenfalls am Ende des 15. Jahrhunderts entstand. Das östliche, das südöstliche und das benachbarte südliche Fenster dieses Chorraums weisen noch Reste des spätgotischen Maßwerks auf. Überdies ist im Kircheninnern seine Decke mit einem Kreuzrippengewölbe komplett erhalten.

Die Reformation wurde in Tanna 1533 eingeführt und der alte Pfarrer entlassen, weil „allenthalben für ungeschickt befunden“. 1534 wurde außerdem Schilbach nach Tanna eingemeindet.

1640 brannte die Kirche teilweise ab. Danach wurde sie renoviert und der Kirchturm von 1696–98 an der Westseite des Langhauses errichtet. Er ist knapp 42 Meter hoch. Ebenfalls in dieser Zeit baute man die Sakristei an der Südseite an.

1806 brannte das direkt an der Kirchgasse gelegene Pfarrhaus ab und 1809 erfolgte weiter oben sein heute noch vorhandener Neubau.

1898 wurde die Kirche umfassend im neugotischen Stil renoviert. Dabei erneuerte man das Kircheninnere und brach weitere Fenster durch, sodass der heutige Zustand mit sechs Fenstern im Chor und sieben im Langhaus erreicht war.

Im 1. Weltkrieg wurden 1917 alle Glocken (1721 gegossen) bis auf das Zwölfuhrglöckchen abtransportiert und eingeschmolzen. 1922 konnten drei neue Glocken und zusätzlich ein neues Zwölfuhrglöckchen gestiftet werden.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche außen neu verputzt und das Dach des Turmes 1982 sowie das Dach des Kirchenschiffes 1985 neu gedeckt. 1988 konnten die Außenseiten der Kirche und 1995 der Kirchturm neu bemalt werden.

In den Jahren 2012/13 wurde das Dach des Kirchenschiffes komplett mit Schiefer neu gedeckt und auch der Dachstuhl teilweise erneuert.

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Freitag, 14. Dezember 2018
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils.

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